Von der „Abendröte“ zum Johannisstein

Diese Seite ist Heidrun Hänsch gewidmet, der Ortschronistin von Oybin-Hain. Sie weilt körperlich noch unter uns, kann aber nicht mehr teilhaben an den Bemühungen, die von ihr in jahrelanger akribischer Arbeit gesammelten Informationen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Eine Übersicht der frühen Geschichte des Oybiner Ortsteiles Hain ist bereits im Internet verfügbar. Nunmehr kommt der Rundgang kombiniert mit einer interaktiven Karte hinzu. Wird auf einzelne Objekte geklickt, öffnet sich eine Kommentarspalte mit Bild und Informationen. Konnte bislang kein Bild gefunden werden, sind nur Textinformationen zu sehen. Die Karte lässt sich über einen Desktop-Computer ansehen. Es sieht aber so aus, dass die Fotos über I-Phone und Smartphone besser zu sehen sind.

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Rundgang Hain

Wer von dem im Tal gelegenen Oybin in westlicher Richtung blickt, sieht einen Höhenzug mit Wiesen und einzelnen Häusern. Es ist ein faszinierender Anblick. Der dazu auffordert, sich bergan zu begeben.
1834 hatte Hain 134 Einwohner. 1890 lebten in 26 Häusern 108 Personen. In der Sommerzeit erhöhte sie sich durch die Sommerfrischler, später als Urlauber bezeichnet.
Auch heute hat Hain zahlreiche Gäste. Wobei viele Menschen erst nach und nach das Zittauer Gebirge wieder entdecken.

Rundgang Hain
Jonsdorfer Str. 1 Jonsdorfer Str. 3 Johannisstein Kammbaude Franz-Josef-Höhe Eschengrund-weg 1 Eschengrund-weg 2 Eschengrund-weg 4 Jonsdorfer Str. 8 Jonsdorfer Str. 4 Jonsdorfer Str. 23 Hainer Wasser

Jonsdorfer Str. 1

Jonsdorfer Str. 3

Forsthaus Hain, auf einer Ansichtskarte aus den 1950er Jahren.

Johannisstein

Johannissteinbaude, Ende 1920 er Jahre.

Kammbaude

Kammbaude, um 1925.

Franz-Josef-Höhe

Restaurant Franz Josef`s Höhe, 1920er Jahre.

Eschengrund-weg 1

Bauzeit: 1768
Hain 3 bzw. Hauptstraße 3 (1930).
Der Arbeiter Paul Richard Klausch ist ab 1893 der Eigentümer. Seine Frau und die zwei Söhne wohnen mit darin. Paul Richard Klausch wurde am 27. Dezember 1859 in Zittau geboren. Er verstarb am 18. Februar 1935 auf dem Hain. Von 1902 bis 1931 ist er in den Adressbüchern verzeichnet. Mal als Tagarbeiter (1900 und 1902) und mal als Bauarbeiter (1906 u. 1910). Streckenarbeiter ist sein Sohn Ernst Klausch (ab 1935 Eigentümer), dann Bahnhofsschaffner, den die Adressbücher  von 1926 bis 1931 als Bewohner aufführen. Sein Bruder Max verdient sein Geld als Fliesenleger (1932).

Eschengrund-weg 2

Bauzeit: 1806 (am Standort eines zuvor abgerissenen Umgebindehauses).
August Werner Gotthelf ist 1860 erster namentlich bekannter Eigentümer. Von 1864 bis 1875 ist er ebenfalls zu finden. Von 1902 bis 1911 ist der Fabrikarbeiter Hermann Schüller in den Akten verzeichnet. Von 1900 bis 1910 zugleich in den Adressbüchern. Von 1911 ist 1953 ist Reinhold Fiedler Eigentümer. Das Adressbuch von 1926 vermerkt den Rentner Reinhold Fiedler, der 1930/31 eine Milchhandlung betrieb. Im Adressbuch von 1930 unter der Adresse "Hauptstraße 1 " zu finden.

Eschengrund-weg 4

"Villa Hütter"
Hain Nr. 2 (1900) bzw. Hauptstr. 2 (1930) waren die früheren Adresse dieses Hauses. Der in Zittau, Goethestr. 6, lebende Kaufmann Hermann Peuker ist 1902 erstmalig in Verbindung mit dem als "Villa Hütter" bezeichneten Gebäude genannt. Das ist auch 1906 und 1910 der Fall. Die Zollassistenten Gerhard Fritzsch (1926) und Gustav Langreder (1930/31) hatten darin vermutlich eine Dienstwohnung. Das Adressbuch 1930/31 vermerkt den Kaufmann Heinrich Peuker aus Zittau, Goethestr. 6, als Eigentümer.

Jonsdorfer Str. 8

Pension Klette

Jonsdorfer Str. 4

Jonsdorfer Str. 23

Nicht mehr auf dieser Karte zu sehen. Einstiges Cafè Waldheim. Heute Wohnhaus.

Hainer Wasser

Quellaustritt im Bereich der heutigen Bushaltestelle. Aus dem dort angelegten Brunnen holten die Hainer, bevor ihr Ort an die Wasserleitung angeschlossen wurde, das Trinkwasser. Die Quelle ist heute verrohrt. Zeitweilig endete das "Hainer Wasser" in einem Kneippkur-Becken auf dem Grundstück der Pension Klette (Jonsdorfer Str. 8).